Ausgabe 2010/2011  D 910 967 092 
Antwort 
Bayer AG 
c/o Finger Marketing Services 
Postfach 100 538 
41405 Neuss 
Germany 
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Na m e n | z a h l e n | f a k t e n 
2010 | 2011
Impressum 
Herausgeber 
Bayer AG, Konzernkommunikation, 51368 Leverkusen 
Redaktion 
Dr. Katrin Schneider, Tel. +49 (0)2 14 / 30-4 88 25 
E-Mail: katrin.schneider.ks@bayer-ag.de 
Bayer im Internet 
www.bayer.de 
Juli 2010 
Namen | Zahlen | Fakten 2010 | 2011 
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Zukunftsgerichtete Aussagen: 
Diese Publikation enthlt in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwrtigen Annahmen 
und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. 
Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren knnen 
dazu fhren, dass die tatschlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance 
der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschtzungen abweichen. Diese 
Faktoren 
schlieen diejenigen ein, die Bayer in verffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese 
Berichte stehen auf der Bayer-Website www.bayer.de zur Verfgung. Die Gesellschaft bernimmt 
keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zuknftige 
Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. 
Wichtige Information: 
Die Namen Bayer Schering Pharma oder Schering stehen in dieser Publikation immer gleichbedeutend 
fr die Bayer Schering Pharma AG, Berlin, Deutschland, oder fr deren Vorgngerin, die 
Schering AG, Berlin, Deutschland. 
Finanzkalender 
Zwischenbericht 2. Quartal 2010 
29. juli 2010 
Zwischenbericht 3. Quartal 2010 
28. oktober 2010 
Berichterstattung 2010 
28. februar 2011 
Zwischenbericht 1. Quartal 2011 
28. april 2011 
Hauptversammlung 2011 
29. april 2011 
Auszahlung der Dividende 
2. mai 2011 
Zwischenbericht 2. Quartal 2011 
28. juli 2011 
Zwischenbericht 3. Quartal 2011 
27. oktober 2011 
Impressum 45 
zum Ti telbi ld 
Das Erfinder-Unternehmen Bayer 
setzt auf Innovationen. Dafr sorgen 
rund 12.400 Forscher und Entwickler 
weltweit. Eine von ihnen ist die 
Chinesin Dr. Xin Ma, Leiterin des 
neuen Global Drug Discovery Innovation 
Center China in Peking. Das Foto 
zeigt die Wissenschaftlerin bei der 
Vorbereitung eines Versuchs fr die 
Medikamenten-Entwicklung.
Inhalt 
konzern 
Credo 2 
Organisation 4 
Standorte und Regionen 6 
Vorstand 8 
Aufsichtsrat und Corporate Governance 10 
Geschftsentwicklung 12 
Die Bayer-Aktie 14 
Teilkonzerne und Servicegesellschaften 
Bayer HealthCare 16 
Bayer CropScience 20 
Bayer MaterialScience 24 
Servicegesellschaften 28 
weitere Themen 
Forschung und Entwicklung 30 
Mitarbeiter 32 
Nachhaltigkeit 34 
Historie 38 
Dialog 42 
Impressum 45 
Inhalt 1
Werte schaffen durch 
Innovation und Wachstum 
Bayer ist ein weltweit ttiges Unternehmen mit Kernkompetenzen 
auf den Gebieten Gesundheit, Ernhrung und hochwertige 
Materialien. Mit unseren Produkten und Dienstleistungen wollen 
wir den Menschen ntzen und zur Verbesserung der Lebensqualitt 
beitragen. Gleichzeitig 
wollen wir Werte schaffen 
durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft. 
Mit der Ausrichtung auf unser Leitbild Bayer: Science For A 
Better Life und der konsequenten Fortsetzung der Portfolio- 
Optimierung konzentrieren wir unsere Aktivitten in drei leistungsstarken 
und weitgehend eigenstndig operierenden Teilkonzernen: 
Bayer HealthCare, Bayer CropScience und Bayer 
MaterialScience. 
Sie bieten Zugang zu wichtigen globalen 
Wachstumsmrkten und werden von unseren Servicegesellschaften 
untersttzt. 
Wir untermauern unseren Anspruch, als Erfinder-Unternehmen 
in forschungsintensiven Bereichen Zeichen zu setzen. 
Denn Innovationen schaffen die Basis fr Wettbewerbsfhigkeit 
und Wachstum und damit fr den Erfolg des Unternehmens 
in der Zukunft. 
Unsere Kenntnisse und Produkte knnen helfen, Krankheiten 
zu diagnostizieren, zu lindern und zu heilen. Sie dienen dazu, 
die Qualitt von Nahrungsmitteln zu verbessern und fr eine 
ausreichende Ernhrung der Weltbevlkerung zu sorgen. 
Auerdem leisten sie einen bedeutenden Beitrag fr ein aktives 
Leben im modernen Alltag. Dank unseres Know-hows und unserer 
Innovationskraft knnen wir nicht zuletzt Lsungen fr 
den Klimaschutz und den Umgang mit den Folgen des Klimawandels 
bieten. 
Wir bekennen uns zu den Prinzipien des Sustainable Development 
und zur Rolle eines sozial und ethisch verantwortlich 
handelnden 
Corporate Citizen. Unsere technische und wirtschaftliche 
Kompetenz ist fr uns mit der Verantwortung verbunden, 
zum Nutzen der Menschen zu arbeiten, uns sozial zu 
engagieren und einen nachhaltigen Beitrag fr eine dauerhafte 
und umweltgerechte Entwicklung zu leisten. Denn konomie, 
kologie und soziales Engagement sind fr uns gleichrangige 
Ziele innerhalb unserer Unternehmenspolitik. 
Wir wollen durch Leistungsfhigkeit, Flexibilitt und einen 
offenen Dialog berzeugen. Es gilt, den Unternehmenswert 
nachhaltig zu steigern und eine hohe Wertschpfung zu 
erwirtschaften  im Interesse unserer Aktionre, unserer 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der gesamten Gesellschaft 
in allen Lndern, in denen wir ttig sind. 
Die Konzernzentrale der Bayer AG in Leverkusen 
F t Z C A N E 2 / / B YR amen | ahlen | ak en redo 
www.bayer.de > Konzern > Leitbild 
3
Bayer CropScience 
Leitung F. Berschauer (bis 30.9.2010) 
S. E . Peterson (ab 1.10.2010) 
Portfolio Management R. Scheitza * 
Research A. Klausener 
Development F. J. Placke 
Industrial Operations & qhse W. Welter (bis 30.9.2010) 
A. Noack (ab 1.10.2010) 
Business Planning & Administration D. Suwelack 
Crop Protection Asia Pacific B. Naaf 
Crop Protection Europe & tamecis J. du Puy 
Crop Protection North America W. Buckner 
Crop Protection Latin America M. Reichardt 
Environmental Science G. Riemann 
BioScience J. Schneider 
BAYER AG (HOLDING ) 
Konzernvorstand 
Werner Wenning 
Vorsitzender (bis 30.09.2010) 
Marijn Dekkers 
Vorsitzender ab 1.10.2010 
Werner Baumann 
Finanzen 
Wolfgang Plischke 
Innovation, Technologie & Umwelt 
Richard Pott * 
Strategie & Personal 
Corporate-Center-Bereiche 
Corporate Office 
J. Krell 
Communications 
M. Schade 
Investor Relations 
A. Rosar 
Corporate Auditing 
R. Meyer 
Corporate Human 
Resources & Organization 
J. Peters 
Finance 
J. Dietsch 
Corporate Development 
A. Moscho 
Law & Patents, Insurance 
R. Hartwig 
Environment & Sustainability 
W. Groe Entrup 
Group Accounting & Controlling 
U. Hauck 
Regional Coordination 
I. Paterson 
AR BEI TSGE BIE TE 
SERVICEGE BIE TE 
Bayer HealthCare 
Leitung M. Dekkers (bis 14.8.2010) 
J. Reinhardt (ab 15.8.2010) 
Animal Health L. van der Broek 
Consumer Care G. Balkema 
Medical Care A. Main 
Bayer Schering Pharma (bsp) A. Fibig 
bsp Regions U. Kstlin 
bsp Global Drug Discovery A. Busch * 
bsp Global Development K. Malik 
Central Administration & Organization M. Vehreschild 
Product Supply H. Klusik 
Bayer MaterialScience 
Leitung P. Thomas 
Administration A. Steiger-Bagel 
Industrial Operations T. Van Osselaer * 
Polycarbonates G. Hilken 
Polyurethanes P. Vanacker 
Coatings, Adhesives, Specialties J. Wolff 
Bayer Business 
Services 
D. Hartert 
Vorsitzender 
N. Fieseler * 
Geschftsfhrer 
Bayer Technology 
Services 
D. Van Meirvenne 
Geschftsfhrer 
Currenta 
K. Schfer 
Vorsitzender 
J. Waldi * 
Geschftsfhrer 
* Arbeitsdirektor 
Stand 1. 7. 2010 
Organisation 
Die Bayer AG definiert die gemeinsamen Werte, Ziele und 
Strategien des gesamten Konzerns. Drei Teilkonzerne und 
drei Servicegesellschaften arbeiten eigenverantwortlich unter 
der Fhrung der Management-Holding. Der Konzernvorstand 
wird bei der strategischen Fhrung des Unternehmens vom 
Corporate Center untersttzt. 
F s t t Z A O N E 4 / / B YR amen | ahlen | ak en rgani a ion 5
 * Umsatzvernderung gegenber dem Vorjahr in Prozent und nach Verbleib (Stand 31.12.2009) 
** Vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaften (Stand 31.12.2009) 
Standorte F t Z R A N E 6 / / B YR amen | ahlen | ak en und egionen 7 
Standorte und Regionen 
NORDAMERIKA 
Umsatz 7.705 Millionen Euro (-4,0 %) * 
Mitarbeiter 16.300 
F+E-Ausgaben 507 Millionen Euro 
Anzahl Gesellschaften 44 ** 
Europa 
Umsatz 12.968 Millionen Euro (-10,9 %) * 
Mitarbeiter 54.500 
F+E-Ausgaben 2.080 Millionen Euro 
Anzahl Gesellschaften 156 ** 
Lateinamerik a / afrik a / N ahost 
Umsatz 4.783 Millionen Euro (-3,5 %) * 
Mitarbeiter 16.000 
F+E-Ausgaben 28 Millionen Euro 
Anzahl Gesellschaften 45 ** 
As ien / Pazifik 
Umsatz 5.712 Millionen Euro (+6,1 %) * 
Mitarbeiter 21.600 
F+E-Ausgaben 131 Millionen Euro 
Anzahl Gesellschaften 57 ** 
Der Bayer-Konzern 
ist ein weltweit ttiges 
Unternehmen mit 
Gesellschaften in fast 
allen Lndern der Erde. 
Die Karte zeigt eine 
A 
uswahl wichtiger Unternehmensstandorte. 
www.bayer.de > Konzern > Bayer in aller Welt
Vorstand der Bayer AG 
Vorst F t Z y A A N E 8 / / B YR amen | ahlen | ak en and der Ba er g 9 
WERNER WENING 
Vorstandsvorsitzender (bis 30.9.2010) 
Seit April 2002 ist Werner Wenning 
Vorstandsvorsitzender 
des Unternehmens. 1946 
in Leverkusen geboren, trat Wenning 1966 in die 
Bayer AG ein und absolvierte zunchst eine Lehre 
zum Industriekaufmann. Nach verschiedenen 
Stationen im In- und Ausland, u. a. als Geschftsfhrer 
von Bayer in Peru und Spanien sowie als 
Leiter des Konzernbereichs 
Konzernplanung 
und 
Controlling, wurde Wenning im Februar 1997 
zum Finanzvorstand der Bayer AG berufen. 
Er ist 
Vizeprsident des Verbandes der Chemischen 
Industrie in Deutschland. 
DR . marijn Dekkers 
Vorstandsvorsitzender ab 1.10.2010 
1957 in Tilburg (Niederlande) geboren, studierte 
Marijn Dekkers Chemie und Chemieingenieurwesen 
in Nijmegen und Eindhoven. Nach seiner Promotion 
begann er eine Laufbahn als Forscher bei 
General Electric in den usa. 1995 wechselte er zu 
Honeywell. 2000 wurde er Chief Operating Officer 
von Thermo Electron Corporation und zwei Jahre 
spter Chief Executive Officer und President. 
Nach dem Erwerb von Fisher Scientific erhielt das 
Unternehmen den Namen Thermo Fisher Scientific 
Inc. Dekkers ist seit dem 1. Januar 2010 Mitglied 
des Vorstands und wird zum 1. Oktober 2010 die 
Nachfolge von Werner Wenning antreten. 
DR . WOLFGANG PLI SCHKE 
Innovation  Technologie  Umwelt  
Region Asien / Pazifik 
1951 in Stuttgart geboren, studierte Wolfgang 
Plischke Biologie an der Universitt Hohenheim. 
Nach seiner Promotion begann er seine Laufbahn 
im Konzern 1980 bei der Bayer-Tochtergesellschaft 
Miles. Nach verschiedenen Stationen 
im In- und Ausland leitete Plischke ab 2000 den 
Geschftsbereich Pharma in Nordamerika, zwei 
Jahre spter bernahm er die Leitung des 
Geschftsbereichs 
Pharma der Bayer AG. Im 
Mrz 2006 wurde er in den Vorstand berufen. 
Seit Dezember 2007 ist Plischke Vorsitzender 
des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller 
in Deutschland. 
DR . Richard Pott 
Strategie  Personal  Arbeitsdirektor  
Region Amerika, Afrika und Naher Osten 
1953 in Leverkusen geboren, studierte Richard 
Pott Physik an der Universitt Kln, wo er auch 
promovierte. 1984 trat Pott in die Zentrale Forschung 
der Bayer AG ein. Nach verschiedenen 
Stationen in der Konzernverwaltung wurde er 
1997 zum Leiter des Konzernbereichs Konzernplanung 
und Controlling ernannt, bevor ihm 
1999 die Leitung des Geschftsbereichs Spezialprodukte 
bertragen wurde. Im Mai 2002 wurde 
er in den Vorstand 
berufen. 
Werner Baumann 
Finanzen  Region Europa 
1962 in Krefeld geboren, studierte Werner 
Baumann Wirtschaftswissenschaften in Aachen 
und Kln. Er trat 1988 in die Bayer AG ein und 
bernahm erste Aufgaben im Ressort Konzernfinanzen. 
Nach Stationen in Spanien und den 
usa kehrte Baumann 2002 nach Deutschland 
zurck und wurde Mitglied des Executive 
Committee von Bayer HealthCare und ein Jahr 
spter Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor 
im neu gegrndeten Teilkonzern. Seit dem 
1. Januar 2010 ist er Mitglied des Vorstands 
und hat am 1. Mai 2010 die Nachfolge von 
Klaus Khn als Finanzvorstand angetreten.
Aufsichts rat und Corporate F t Z A G N E 10 / / B YR amen | ahlen | ak en overnance 11 
Aufsichtsrat und 
Corporate Governance 
Der Aufsichtsrat der Bayer AG hat die Aufgabe, den Vorstand zu 
berwachen und ihn zu beraten. Er besteht aus 20 Mitgliedern, 
die gem dem deutschen Mitbestimmungsgesetz jeweils zur 
Hlfte aus Kreisen der Aktionre und der Arbeitnehmer stammen. 
In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung fr das 
Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Er 
stimmt mit dem Vorstand auch die strategische Ausrichtung der 
Gesellschaft ab und errtert mit ihm regelmig den Stand der 
Umsetzung dieser Geschftsstrategie. 
Der Aufsichtsrat hat vier Ausschsse gebildet  Prsidium, 
Prfungsausschuss, Personalausschuss und Nominierungsausschuss 
 und hat sie im Einklang mit den Anforderungen des 
Aktiengesetzes und des Deutschen Corporate Governance 
Kodex mit der Wahrnehmung bestimmter Aufgaben betraut. 
Corpor ate Governance 
Die verantwortungsvolle Unternehmensfhrung (Corporate 
Governance) hat bei Bayer seit jeher einen hohen Stellenwert. So 
hat das Unternehmen im vergangenen Jahr wieder die Erklrung 
abgeben knnen, den Empfehlungen des Deutschen Corporate 
Governance Kodex in vollem Umfang zu entsprechen. 
Weitere Aufsichtsratsmitglieder 
Dr. Paul Achleitner 
Mitglied des Vorstands der Allianz SE 
Andr Aich 
Mitglied des Betriebsrats der Bayer Schering Pharma AG 
Willy Beumann 
Vorsitzender des Betriebsrats Bayer, Standort Wuppertal 
Dr. Clemens Brsig 
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Bank AG 
Dr.-Ing. Thomas Fischer 
Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses Bayer 
Peter Hausmann 
Mitglied des geschftsfhrenden Hauptvorstands der IG Bergbau, 
Chemie, Energie 
Prof. Dr.-Ing. e.h. Hans-Olaf Henkel 
Honorarprofessor an der Universitt Mannheim 
Reiner Hoffmann 
Stellv. Generalsekretr des Europischen Gewerkschaftsbundes (EGB) 
Dr. rer. pol. Klaus Kleinfeld 
Chief Executive Officer der ALCOA Inc. 
Petra Kronen 
Vorsitzende des Betriebsrats Bayer, Standort Uerdingen 
Dr. rer. nat. Helmut Panke 
Mitglied verschiedener Aufsichtsrte 
Hubertus Schmoldt 
Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie (bis 13.10.2009) 
Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz 
Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG 
Dr. Klaus Sturany 
Mitglied verschiedener Aufsichtsrte 
Roswitha Selbeck 
Stellv. Vorsitzende des Betriebsrats Bayer, Standort Leverkusen 
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. e.h. Jrgen Weber 
Vorsitzender des Aufsichtsrats Deutsche Lufthansa AG 
Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst-Ludwig Winnacker 
Generalsekretr des Human Frontier Science Program 
Oliver Zhlke 
Vorsitzender des Betriebsrats Bayer, Standort Leverkusen 
Organe der Gesellschaft 
Vorsitzender des Aufsichtsrats 
Dr. Manfred Schneider 
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 
Thomas de Win 
Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats 
www.bayer.de > Konzern > Corporate Governance 
www.bayer.de > Konzern > Aufsichtsrat 
Ehrenvorsitzender 
Hermann Josef Strenger
* Ausgaben fr Sachanlagen und immaterielle Vermgenswerte laut Kapitalflussrechnung 
Erluterung der Funoten siehe Seite 44 
Geschftsentwicklung 
Im 1. Quartal 2010 erzielte der Bayer-Konzern ein krftiges 
Umsatz- und Ergebnisplus. Bayer MaterialScience zeigte sich 
deutlich erholt und konnte sein Geschft in einem sich zunehmend 
stabilisierenden Marktumfeld gegenber dem sehr 
schwachen Vorjahresquartal strker als erwartet steigern. 
Bayer HealthCare verbesserte Umsatz und Ergebnis leicht. 
Hingegen schwchte sich das Bayer-CropScience-Geschft im 
1. Quartal 2010 vor allem markt- und witterungsbedingt im 
Vergleich zum Rekordquartal 2009 deutlich ab. 
Konzernumsatz 
Der Konzernumsatz wuchs um 5,3 Prozent auf 8.316 Millionen 
Euro (Vorjahr: 7.895 Millionen Euro). Bereinigt um Whrungsund 
Portfolioeffekte verzeichnete der Konzern ein Plus von 
6,2 Prozent. Der Umsatz von Bayer HealthCare erhhte sich um 
0,7 Prozent. Im Bayer-CropScience-Geschft sank der Umsatz 
um 7,9 Prozent. Der Umsatz von Bayer MaterialScience stieg 
deutlich um 35,5 Prozent. 
Ergebnis 
Das ebitda vor Sondereinflssen des Bayer-Konzerns erhhte 
sich um 13,2 Prozent auf 1.918 Millionen Euro (Vorjahr: 1.695 
Millionen Euro). Zu diesem Ergebnisanstieg trug die deutliche 
Verbesserung bei Bayer MaterialScience wesentlich bei. Die 
ebitda-Marge vor Sondereinflssen stieg auf 23,1 Prozent (Vorjahr: 
21,5 Prozent). Das ebit vor Sondereinflssen verbesserte 
sich um 25,3 Prozent auf 1.274 Millionen Euro (Vorjahr: 1.017 
Millionen Euro). Das ebit wuchs um 23,0 Prozent auf 1.197 Millionen 
Euro (Vorjahr: 973 Millionen Euro). Im 1. Quartal 2010 erzielte 
Bayer ein Konzernergebnis von 693 Millionen Euro (Vorjahr: 
425 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,84 Euro 
(Vorjahr: 0,55 Euro). 
Geschfts F t t Z A N E 12 / / B YR amen | ahlen | ak en en wicklung 13 
Umsatzanteil der Segmente, 1. Quartal 2010 (Vorjahreswerte in Klammern) 
46,5 % 
(48,7 %) 
Bayer HealthCare 
Pharma 30,4 % (32,8 %) 
Consumer Health 16,1 % 
(15,9 %) 
23,5 % 
(26,9 %) 
Bayer CropScience 
Environmental Science / 
BioScience 5,7 % (4,9 %) 
Crop Protection 17,8 % (22,0 %) 
3,4 % (3,7 %) 
berleitung 
26,6 % (20,7 %) 
Bayer MaterialScience 
Kennzahlen Bayer-Konzern 
1. Quartal 
2009 
1. Quartal 
2010 
in Mio  in Mio  in Mio  
Umsatzerlse 7.895 8.316 31.168 
EBITDA1 1.661 1.841 5.815 
EBITDA vor Sondereinflssen 1.695 1.918 6.472 
EBIT2 973 1.197 3.006 
EBIT vor Sondereinflssen 1.017 1.274 3.772 
Ergebnis vor Ertragsteuern 639 953 1.870 
Konzernergebnis 425 693 1.359 
Konzernergebnis je Aktie (in ) 3 0,55 0,84 1,70 
Brutto-Cashflow 4 1.209 1.271 4.658 
Netto-Cashflow 5 693 732 5.375 
Investitionen * 290 230 1.575 
Forschungs- und Entwicklungskosten 657 717 2.746 
Dividende pro Aktie der Bayer AG (in ) - - 1,40 
www.finanzberichte.bayer.de 
Gesamtjahr 
2009
Performance der Bayer-Aktie (April 2009  Mrz 2010) 
Bayer-Aktie +44,4 % dax +50,6 % dj euro stoxx 50 +46,6 % 
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 
in  in  in  in  in  in  in  in  in  
2,2 
2,0 
1,8 
1,6 
1,4 
1,2 
1,0 
0,8 
0,6 
0,4 
0,2 
0 
1,40 0,90 0,90 0,50 0,55 0,95 1,00 1,35 1,40 1,40 
Dividende pro Aktie (Euro) 
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 
in Mio  in Mio  in Mio  in Mio  in Mio  in Mio  in Mio  in Mio  in Mio  in Mio  
1.022 657 657 365 402 694 764 1.032 1.070 1.158 
Ausschttungssumme 
in  
F t t Z y A A D N E 14 / / B YR amen | ahlen | ak en ie Ba er- k ie 15 
Die Bayer-Aktie 
Das Jahr 2009 war von starken Kursbewegungen an den internationalen 
Brsenpltzen geprgt. Unter dem Eindruck der Finanzund 
Wirtschaftskrise verlor der Deutsche Aktienindex (dax) bis 
Anfang Mrz rund 24 Prozent und markierte mit 3.666 Punkten 
den Jahrestiefststand. Dies war zugleich der niedrigste Stand 
seit fnf Jahren. In den Folgemonaten setzte jedoch eine deutliche 
Erholung ein. Dabei erreichte der dax am Jahresende 5.957 
Punkte und konnte somit insgesamt ca. 24 Prozent gegenber 
dem Vorjahr zulegen. Im 1. Quartal 2010 gewann der dax 
3,3 Prozent und schloss bei 6.154 Punkten. Der europische Vergleichsindex 
euro stoxx 50 (Performance-Index) fiel seit Jahresbeginn 
um 1,0 Prozent und beendete das 1. Quartal bei 4.653 
Punkten. 
Bayer-Aktie wieder deutlich bess er als der DA X 
Auch 2009 entwickelte sich die Bayer-Aktie im dritten Jahr in 
Folge besser als der dax und der euro stoxx 50. Sie gewann im 
Jahresverlauf 2009 34,7 Prozent. Unter Einbeziehung der im Mai 
2009 gezahlten Dividende von 1,40 Euro pro Aktie errechnet 
sich eine Performance von 39,8 Prozent. Die Bayer-Aktie schloss 
am Jahresende 
2009 mit 55,96 Euro, nahezu am Jahreshchstkurs. 
Der Bayer-Aktienkurs ging jedoch im 1. Quartal 2010 in 
eine Konsolidierungsphase ber. Bei einer Bandbreite zwischen 
56,40  Anfang Januar und 46,82  im Februar schloss die Bayer- 
Aktie am 31. Mrz schlielich mit 50,08 . Dies entspricht einem 
Kursrckgang von 10,5 Prozent gegenber dem Schlusskurs 2009. 
Umst ellung auf Namensaktie 
Im September 2009 stellte die Bayer AG den gesamten Aktienbestand 
von 826.947.808 Inhaberaktien im Verhltnis 1:1 auf 
Namensaktien um. Durch die Umstellung und Erfassung der 
Anteilseigner im Aktienregister soll die Kontaktaufnahme mit 
den Aktionren erleichtert und die Transparenz erhht werden. 
Dividende pro Aktie bleibt konst ant 
Fr das Geschftsjahr 2009 wurde eine Dividende von 1,40 Euro 
pro Aktie gezahlt. Dies entspricht einer Ausschttungssumme 
von 1.158 Millionen Euro. Bezogen auf den Jahresschlusskurs 
2009 errechnet sich eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent. 
www.investor.bayer.de 
170 
160 
150 
140 
130 
120 
110 
100 
90 
indexiert; 100 = Xetra-Schlusskurs am 31.3.2010, Quelle: Bloomberg 
Apr 09 Mai 09 Juni 09 Juli 09 Aug 09 Sept 09 Okt 09 Nov 09 Dez 09 Jan 10 Feb 10 Mrz 10
Bayer HealthCare 
Bayer HealthCare gehrt zu den weltweit fhrenden innovativen 
Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln 
und medizinischen Produkten. Ziel des Teilkonzerns ist es, innovative 
Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren 
und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit 
zu verbessern. 
Das operative Geschft des Teilkonzerns ist in vier Divisionen 
aufgeteilt: 
 Animal Health (Tierarzneimittel und -pflegeprodukte); 
 Bayer Schering Pharma (verschreibungspflichtige 
Arzneimittel); 
 Consumer Care (verschreibungsfreie Arznei- und 
Nahrungsergnzungsmittel); 
 Medical Care (Blutzucker-Messgerte sowie Gerte fr 
die diagnostische Bildgebung und medizinische Therapie). 
Wirts chaftliche Entwicklung 
Bayer HealthCare steigerte 2009 seinen Umsatz um 3,8 Prozent 
auf rund 16 Milliarden Euro. Das um Sondereinflsse bereinigte 
ebitda stieg um 7,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. In der Division 
Bayer Schering Pharma erhhten sich die Umstze um 4,4 
Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Die Division Consumer Care 
verzeichnete 2009 einen Zuwachs von 2,0 Prozent und steigerte 
ihren Umsatz auf 3,1 Milliarden Euro. Ein Plus von 5,0 Prozent 
gelang auch der Division Medical Care, die 2009 einen 
Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftete. Die Erlse der 
Division Animal Health erhhten sich um 1,5 Prozent auf 977 
Millionen Euro. 
F t t Z y A H N E 16 / / B YR amen | ahlen | ak en Ba er eal hcare 17 
Das Bild oben zeigt eine 
Illustration von Blutzellen. 
Unternehmensdaten 
Unternehmen Bayer HealthCare 
Sitz Leverkusen, Deutschland 
Leitung Marijn Dekkers 1 
Divisionen 
Animal Health 
Bayer Schering Pharma 
Consumer Care 
Medical Care 
Umsatz 15.988 Millionen Euro 
EBITDA vor Sondereinflssen * 4.468 Millionen Euro 
F+E-Investitionen 1.847 Millionen Euro 
Mitarbeiter 53.400 
Stand 31.12.2009 
* Erluterung der Funote siehe Seite 44 
1 bis 30.4.2010 Arthur Higgins, vom 1.5. bis 14.8.2010 Marijn Dekkers, 
ab 15.8.2010 Jrg Reinhardt 
Marijn Dekkers 1 
Leitung 
15.407 
15.988 
2008 
2009 
in Mio  
Zahlen | Fakten 
53.100 
53.400 
2008 
2009 
Mitarbeiter 
1.742 
1.847 
2008 
2009 
in Mio  
Umsatzentwicklung 
Mitarbeiterzahlen 
Forschungs- und Entwicklungskosten 
www.bayerhealthcare.com
Teilkonzerne | Bayer HealthCare Bayer Namen | Zahlen | Fakten 
Forschungsaktivitten 
Der Fokus der Forschung und Entwicklung bei Bayer HealthCare 
liegt auf der Identifizierung und Entwicklung neuerWirkstoffe 
fr 
Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf. Mit 1,8 Milliarden 
Euro entfielen 2009 allein rund 67 Prozent der gesamten Forschungsaufwendungen 
des Bayer-Konzerns auf Bayer HealthCare. 
Die Division Bayer Schering Pharma forscht und entwickelt 
schwerpunktmig in den Gebieten Kardiologie und Hmatologie, 
Onkologie, Frauengesundheit und Diagnostische Bildgebung. 
Aktuelle 
Beispiele fr Wirkstoffe aus der Pharmaforschung sind: 
 Xarelto: Medikament zur Prvention und Therapie 
thromboembolischer Erkrankungen (Venenthrombosen); 
 Nexavar: Antikrebs-Medikament, das das Tumorwachstum 
durch die Kombination zweier spezieller Wirkmechanismen 
verhindern soll; 
 Visanne: Medikament fr die Behandlung der Endometriose; 
 Cinaciguat: Wirkstoff zur Therapie akuter Herzinsuffizienz 
oder Herzschwche; 
 Riociguat: Wirkstoff zur Therapie verschiedener Formen des 
Lungenhochdrucks. 
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitten der Division 
Consumer Care richten sich auf die Identifizierung, Entwicklung 
und Markteinfhrung von rezeptfreien 
Produkten. 
Forschungsschwerpunkte der 
Division Medical Care liegen auf 
den Gebieten der Blutzuckermessung 
sowie in der Weiterentwicklung 
medizinischer Gerte, die in 
der Diagnose und Therapie verschiedener 
Erkrankungen eingesetzt 
werden. Des Weiteren wird in 
eine Ausweitung in weitere Segmente 
wie z. B. medizinische Datenmanagementsysteme 
investiert. 
Die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte 
in der Division 
Animal Health konzentrieren sich 
auf die Bereiche Antibiotika und 
Parasitizide sowie Wirkstoffe fr 
die Behandlung von nicht-infektisen 
Krankheiten bei Tieren. 
F t t Z y C A H N E 18 / / B YR amen | ahlen | ak en Ba er eal h are 19 
Gesunder 
Kreislauf 
Mit steigendem Lebensalter 
wchst das Risiko fr Herzund 
Kreislauf-Leiden. Doch 
die derzeit verfgbaren 
Medikamente setzen einer 
erfolgreichen Behandlung 
deutliche Grenzen. Das wollen 
Bayer-Forscher ndern. Sie 
konzentrieren sich auf neuartige 
Substanzen zur Behandlung 
schwerer Herz- und 
Lungenkrankheiten. Mit 
Erfolg: Erste vielversprechende 
Wirkstoffe zur Therapie 
von Lungenhochdruck und 
Herzinsuffizienz sind in der 
fortgeschrittenen klinischen 
Entwicklung. 
Umsatzstrkste Produkte * 
Adalat (Medikament zur Behandlung des Bluthochdrucks) 
Advantage (Produktlinie fr Antiflohmittel fr Hunde und Katzen) 
Aspirin (Schmerzmittel auf Basis des Wirkstoffs Acetylsalicylsure) 
Avalox / A velox (Medikament zur Behandlung von Infektionen der Atemwege) 
Betaferon / Betaseron (Spezialtherapeutikum zur Behandlung der 
Multiplen Sklerose) 
Cipro / C iprobay (Medikament zur Behandlung von Infektionskrankheiten) 
Contour (Dachmarke fr Systeme und Serviceleistungen im Bereich der 
Blutzuckermessung) 
Kogenate (Medikament zur Behandlung der Bluterkrankheit) 
Levitra (Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion) 
Mirena (hormonelles Verhtungsmittel) 
Nexavar (Medikament gegen Nieren- und Leberkrebs) 
YAZ  / Yasmin / Yasminelle (hormonelle Verhtungsmittel) 
Stand 31.12.2009 
* in alphabetischer Reihenfolge 
Der Bayer-Forscher Dr. Johannes-Peter 
Stasch (l.) und Professor Hossein Ardeschir 
Ghofrani vom Universittsklinikum Gieen 
am Modell der Lunge.
Bayer CropScience 
Bayer CropScience nimmt mit leistungsfhigen Produkten, zukunftsweisenden 
Innovationen und starker Kundenorientierung 
weltweit Spitzenpositionen im Pflanzenschutz und bei der 
Schdlingsbekmpfung im nicht-landwirtschaftlichen Bereich 
ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt beim Geschft mit Saatgut 
und Pflanzeneigenschaften. 
Das Unternehmen ist in sechs operative Geschftseinheiten 
organisiert: vier Einheiten fr das regionale Pflanzenschutzgeschft 
(Crop Protection) und die beiden Einheiten Environmental 
Science und BioScience . 
Wirts chaftliche Entwicklung 
Bayer CropScience konnte trotz eines abschwchenden Marktumfelds 
den Umsatz im Geschftsjahr 2009 um 2,0 Prozent auf 
6,5 Milliarden Euro steigern. Nach der positiven Entwicklung im 
Jahr 2008 trbten sich die Marktbedingungen im globalen Saatgut- 
und Pflanzenschutzmarkt im Laufe des Jahres 2009 deutlich 
ein. Rcklufige Preise fr die wichtigsten landwirtschaftlichen 
Kulturen, ein geringerer Befallsdruck durch Insekten und Pflanzenkrankheiten 
und ungnstige Witterungsbedingungen fhrten 
insbesondere im 2. Halbjahr 2009 zu einem sprbaren Nachfragerckgang 
nach Pflanzenschutzmitteln. 
Der Umsatz bei Crop Protection stieg 2009 um 1,6 Prozent auf 
5,4 Milliarden Euro. Der Bereich Environmental Science verbuchte 
einen Umsatzrckgang von 1,4 Prozent auf 583 Millionen 
Euro, whrend BioScience eine deutliche Umsatzsteigerung um 
11,3 Prozent auf 503 Millionen Euro erreichte. 
F t Z y C A N p E 20 / / B YR amen | ahlen | ak en Ba er ros cience 21 
Das Bild oben zeigt die Detailaufnahme 
eines Rapsblattes. 
Unternehmensdaten 
Unternehmen Bayer CropScience 
Sitz Monheim, Deutschland 
Leitung Friedrich Berschauer 1 
Geschftsbereiche 
Crop Protection 
Environmental Science 
BioScience 
Umsatz 6.510 Millionen Euro 
EBITDA vor Sondereinflssen * 1.508 Millionen Euro 
F+E-Investitionen 653 Millionen Euro 
Mitarbeiter 18.700 
Stand 31.12.2009 
* Erluterung der Funote siehe Seite 44 
1 bis 30.9.2010, ab 1.10.2010 Sandra E. Peterson 
Friedrich Berschauer 1 
Leitung 
6.382 
6.510 
2008 
2009 
in Mio  
Zahlen | Fakten 
18.300 
18.700 
2008 
2009 
Mitarbeiter 
649 
653 
2008 
2009 
in Mio  
Umsatzentwicklung 
Mitarbeiterzahlen 
Forschungs- und Entwicklungskosten 
www.bayercropscience.com
Das ebitda vor Sondereinflssen des Teilkonzerns verringerte 
sich um 5,9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Dieser Ergebnisrckgang 
beruhte vor allem auf hheren Rohstoffpreisen. 
Forschungsaktivitten 
Im Jahr 2009 entfielen mit 653 Millionen Euro rund 24 Prozentder 
Aufwendungen des Bayer-Konzerns fr Forschung und Entwicklung 
auf Bayer CropScience. 
Wichtige Schwerpunkte liegen neben der klassischen Pflanzenschutzforschung 
auch im Bereich Saatgut und Pflanzeneigenschaften. 
Hier sind Forschung und Entwicklung auf die Verbesserung 
der agronomischen und qualitativen Eigenschaften von 
Nutzpflanzen ausgerichtet. Die dazu verwendeten Technologien 
umfassen von der Identifizierung des gesuchten Gens bis zur 
Entwicklung der fertigen Pflanzen alle relevanten Werkzeuge, 
um wichtige Nutzpflanzen wie Baumwolle, Raps und Reis fr 
Erzeuger und Partner in der Industrie zu verbessern. Aktuelle 
Beispiele aus der Wirkstoffforschung bei Bayer CropScience 
sind: 
 Isotianil (Hauptmarke: Routine): schtzt Reis gegen Pilzerreger, 
der die Reisbrune verursacht, indem es die natrlichen 
Abwehrmechanismen der 
Pflanzen stimuliert; 
 Indaziflam: Herbizid, dessen 
Wirkstoff sich durch seine 
langanhaltende Wirkungsdauer 
auszeichnet; 
 Bacillus firmus (Hauptmarke: 
Votivo): Mittel zur biologischen 
Schdlingsbekmpfung in der 
Saatgutbehandlung; 
 Thiencarbazone-methyl 
(Hauptmarken: Adengo, 
Corvus): Wirkstoff zur 
Bekmpfung von Unkrutern 
im Mais- und Getreideanbau. 
Um die Innovationskraft von 
Bayer CropScience weiter zu 
strken, wird das Unternehmen 
die Forschungs- und Entwicklungsaktivitten 
vor allem in den 
Bereichen Saatgut und Pflanzenmerkmale 
sukzessive erhhen. 
F t Z y C A N p E 22 / / B YR amen | ahlen | ak en Ba er ros cience 23 
Pflanzen 
der Zukunft 
Die Ernhrung der wachsenden 
Weltbevlkerung zhlt 
zu den groen Herausforderungen 
unserer Zeit. Dafr 
mssen die Ertrge der weltweiten 
Agrarproduktion in 
Zukunft erheblich gesteigert 
werden. Neue Technologien 
wie die Pflanzenbiotechnologie 
und moderne Zuchtverfahren 
knnen helfen, die 
Probleme zu lsen. Bayer 
CropScience 
hat die Weichen 
gestellt: durch einen 
massiven Ausbau der Forschung 
in seinem Geschft 
mit Saatgut und Pflanzeneigenschaften. 
Umsatzstrkste Produkte * 
Atlantis (Mittel gegen Unkruter) 
Basta / L iberty / R ely / I gnite (Mittel gegen Unkruter) 
Confidor / G aucho / A dmire / M erit (Mittel gegen Insekten) 
Decis / K -Othrine (Mittel gegen Insekten) 
Fandango (Mittel gegen pilzliche Krankheiten) 
Flint / Stratego / Sphere / N ativo (Mittel gegen pilzliche Krankheiten) 
Folicur / R axil (Mittel gegen pilzliche Krankheiten) 
Poncho (Mittel zur Behandlung des Saatguts) 
Proline / I nput / Prosaro (Mittel gegen pilzliche Krankheiten) 
Puma (Mittel gegen Unkruter) 
Stand 31.12.2009 
* in alphabetischer Reihenfolge 
Im neuen Forschungszentrum in 
Lubbock in Texas begutachten Vivian 
Oliver (l.) und Gary Henniger von Bayer 
CropScience Baumwollpflanzen.
Bayer MaterialScience 
Bayer MaterialScience ist ein fhrender Hersteller von hochwertigen 
Werkstoffen, z. B. Polycarbonat und Polyurethan, sowie 
innovativen Systemlsungen, die in zahlreichen Produkten des 
tglichen Lebens Anwendung finden. Einen Groteil des Umsatzes 
erwirtschaftet das Unternehmen mit Produkten, die auf dem 
Weltmarkt Spitzenpositionen einnehmen. 
Das Portfolio des Teilkonzerns besteht aus den drei 
Business Units 
 Polyurethanes, 
 Polycarbonates, 
 Coatings, Adhesives, Specialties 
sowie dem Bereich Industrial Operations. 
Wirts chaftliche Entwicklung 
Der Geschftsverlauf des Jahres 2009 von Bayer MaterialScience 
war durch die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 
geprgt. Whrend zu Jahresbeginn weltweit extreme Umsatzeinbuen 
zu verzeichnen waren, erholte sich das Geschft im Jahresverlauf 
deutlich. Nach einem sehr schwachen 1. Quartal hat sich 
die Ergebnislage sukzessive wieder deutlich verbessert. Der Umsatz 
von Bayer MaterialScience lag im Geschftsjahr 2009 mit 7,5 Milliarden 
Euro um 22,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Business 
Unit Polyurethanes erzielte einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro 
(-25,4 Prozent). Dieser Rckgang resultierte sowohl aus gesunkenen 
Verkaufspreisen wie aus verringerten Absatzmengen. Bei Polycarbonates 
sanken die Erlse auf 1,9 Milliarden Euro (-21,0 Prozent). 
Auch in der Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties ging der 
Umsatz zurck, und zwar um 17,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. 
Dies war bei leichten Preisverlusten zum Groteil auf rcklufige 
Absatzmengen zurckzufhren, die alle Produktgruppen sowie Absatzregionen 
betrafen. Der Bereich Industrial Operations verzeich- 
Bayer F t t Z A N M E 24 / / B YR amen | ahlen | ak en a erialScience 25 
Das Bild oben zeigt eine Folie, 
die aus thermoplastischen 
Polyurethanen 
besteht. 
Unternehmensdaten 
Unternehmen Bayer MaterialScience 
Sitz Leverkusen, Deutschland 
Leitung Patrick Thomas 
Business Units 
Polyurethanes 
Polycarbonates 
Coatings, Adhesives, Specialties 
Umsatz 7.520 Millionen Euro 
EBITDA vor Sondereinflssen * 446 Millionen Euro 
F+E-Investitionen 207 Millionen Euro 
Mitarbeiter 14.300 
Stand 31.12.2009 
* Erluterung der Funote siehe Seite 44 
Patrick Thomas 
Leitung 
9.738 
7.520 
2008 
2009 
in Mio  
Zahlen | Fakten 
15.100 
14.300 
2008 
2009 
Mitarbeiter 
221 
207 
2008 
2009 
in Mio  
Umsatzentwicklung 
Mitarbeiterzahlen 
Forschungs- und Entwicklungskosten 
www.bayermaterialscience.de
Bayer F s t t Z A N M E 26 / / B YR amen | ahlen | ak en a erial cience 27 
nete ebenfalls einen Umsatzrckgang von 23,0 Prozent auf 500 
Millionen Euro. Das ebitda vor Sondereinflssen in Hhe von 446 
Millionen Euro 
lag 2009 deutlich unter dem Vorjahr. 
Forschungsaktivitten 
Bayer MaterialScience wendete im Jahr 2009 207 Millionen Euro 
fr Forschung und Entwicklung (ohne Einbeziehung von gemeinsamen 
Entwicklungsprojekten mit Kunden) auf. Dies entspricht 
rund acht Prozent der gesamten Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen 
des Bayer-Konzerns. 
Der Teilkonzern will damit als 
globaler Anbieter von hochwertigen, mageschneiderten Materialund 
Systemlsungen seine fhrende Position im Markt und in 
der Prozesstechnik weiter ausbauen. In den Business Units 
Polycarbonates; Polyurethanes und Coatings, Adhesives, 
Specialties werden modernste Technologien und Produktionsverfahren 
eingesetzt, um in Kooperation mit den Kunden und 
anderen externen Partnern neue Produkte und neue Anwendungen 
zu realisieren. 
In der Business Unit Polyurethanes richten sich die Aktivitten 
in der Produktentwicklung auf die Erweiterung der Anwendungsgebiete 
sowie die Eigenschaftsoptimierung der Polyurethan- 
Systeme. Beispielsweise dient Polyurethan-Hartschaum auf 
Basis von Produkten von Bayer MaterialScience in der Bauindustrie 
als Basis fr hocheffizientes Dmmmaterial und leistet 
dort einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Weitere Beispiele 
aus der Forschung sind: 
 gewichtsreduzierte Materialien fr den Transportbereich 
(wie etwa Autoscheiben aus 
Polycarbonat); 
 Hologramme als Sicherheitsmerkmal, 
z. B. auf Scheckkarten 
und Ausweisdokumenten; 
 Erweiterung der Anwendungsgebiete 
sowie Eigenschaftsoptimierung 
der Polyurethan- 
Systeme. 
Im Bereich New Business werden 
bei Bayer MaterialSciencestndig 
neue Technologie- und Markttrends 
aufgesprt und bewertet. Die aussichtsreichsten 
Ideen werden in 
neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte 
berfhrt. 
Visionen 
mit Folien 
Faltbare elektronische Zeitungen, 
Mobiltelefone so dnn wie 
Visitenkarten, leuchtende Tapeten 
 ein Blick in die Zukunft 
von Spezialfolien ist ein Blick in 
eine Welt ungeahnter technischer 
Mglichkeiten. Mit innovativen 
Ideen auf Basis bewhrter 
Materialien will der neue 
Bereich Functional Films bei 
Bayer MaterialScience Visionen 
zum Leben erwecken und in 
Produkte fr den Bedarf von 
morgen umsetzen. 
Wichtigste Produkte * 
Bayblend (Markenname fr Polymerblends auf der Basis von Polycarbonat 
und Acrylnitril-Butadien-Styrol) 
Baydur (Polyurethan-Integralschaum fr technische Gehuse, Medizin, 
Sport, Sanitr, Mbel) 
Bayflex (Familie elastischer Polyurethan-Systeme mit mageschneidert 
einstellbaren Eigenschaften fr verschiedene Anwendungen) 
BaySystems (weltweite Dachmarke fr das Polyurethan-Systemgeschft) 
Baytubes (Produktname fr mehrwandige Kohlenstoff-Nanorhrchen) 
Desmodur / D esmophen (Lackrohstoffe fr Fahrzeug- und Industrielackierung, 
Korrosionsschutz) 
Desmopan (thermoplastische Polyurethane fr eine Vielzahl von Hightech- 
Anwendungen) 
Makrolon (Polycarbonat (transparenter, schlagzher Kunststoff) u. a. fr 
CD, DVD, Automobilanwendungen, Gebudeverscheibung, Elektrik-/Elektronikanwendungen) 
Multitec (innovatives Polyurethan-Sprhsystem fr die Herstellung groformatiger 
Formteile) 
Stand 31.12.2009 
* in alphabetischer Reihenfolge 
Cally Lim (l.) mit hauchdnnen 
Solarzellen sowie Wilfredo Aguilar und 
Dr. Stefan Bahnmller (r.) mit leuchtenden 
Folien von Functional Films am 
Bayer-Standort in Singapur.
Unternehmensdaten 
Unternehmen Bayer Business Services GmbH 
Sitz Leverkusen, Deutschland 
Vorsitzender Daniel Hartert 
Mitarbeiter 5.600 * 
Services IT- und Business-Services 
(Stand 31.12.2009) 
Unternehmensdaten 
Unternehmen Bayer Technology Services GmbH 
Sitz Leverkusen, Deutschland 
Geschftsfhrer Dirk Van Meirvenne 
Mitarbeiter 2.600 ** 
Services technologische Lsungen im Bereich 
Verfahren, Anlagen und Produkte 
(Stand 31.12.2009) Dirk Van Meirvenne 1 
Geschftsfhrer 
Unternehmensdaten 
Unternehmen Currenta GmbH & Co. OHG 
Sitz Leverkusen, Deutschland 
Vorsitzender Klaus Schfer 
Mitarbeiter 5.400 *** 
Services 
Dienstleistungen im chemisch-technischen 
Bereich sowie Manager und Betreiber 
des Chempark 
(Stand 31.12.2009) 
Klaus Schfer 
Vorsitzender 
1 bis 31.5.2010 Achim Noack 
* Mitarbeiter auf Vollzeitkrfte umgerechnet; ohne Local Services und Ausgebildetenpool 
** Mitarbeiter auf Vollzeitkrfte umgerechnet 
*** Mitarbeiter auf Vollzeitkrfte umgerechnet, inklusive Mitarbeiter von Beteiligungen; 
ohne Auszubildende 
Servicegesellschaften F t Z A N E 28 / / B YR amen | ahlen | ak en 29 
Servicegesellschaften 
Die zentralen Servicefunktionen fr das operative Geschft der 
Bayer-Teilkonzerne sind in drei Dienstleistungsgesellschaften 
zusammengefasst: 
Bayer Business Services 
Bayer Business Services ist das globale Kompetenz-Zentrum 
des Bayer-Konzerns fr it- und Business Services. Das Angebot 
konzentriert sich auf Dienstleistungen in den Kernbereichen 
it-Infrastruktur und -Anwendungen, Einkauf und Logistik, 
Personal- und Managementdienste sowie Finanz- und Rechnungswesen. 
Bayer Technology Services 
Bayer Technology Services bildet das weltweite technologische 
Rckgrat und ist ein wichtiger Innovationsmotor fr den Bayer- 
Konzern. Zu den Leistungen zhlen Entwicklung, Planung, Bau 
und Optimierung von Prozessen, Verfahren und Anlagen. Hier 
bietet die Servicegesellschaft ganzheitliche Lsungen entlang 
des gesamten Lebenszyklus von Prozessen und Produkten. 
Currenta 
Currenta bietet Dienstleistungen im chemisch-technischen 
Bereich an. Dazu zhlen u. a. Energieversorgung, Entsorgung, 
Infrastruktur, Sicherheit, Analytik sowie Ausbildung. Die Servicegesellschaft 
 ein gemeinsames Unternehmen von Bayer 
und Lanxess  betreibt den Chempark an den Standorten 
Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. 
Daniel Hartert 
Vorsitzender 
www.bayerbbs.de 
www.bayertechnology.com 
www.currenta.de
Forschungs- und Entwicklungskosten nach Teilkonzernen 
(Vorjahreswerte in Klammern) 
67,3 % (65,7 %) 
Bayer HealthCare 23,8 % (24,5 %) 
Bayer CropScience 
1,4 % (1,5 %) 
berleitung 7,5 % (8,3 %) 
Bayer MaterialScience 
(Stand 31.12.2009) 
Forschung F t t Z A N E 30 / / B YR amen | ahlen | ak en und en wicklung 31 
Forschung und Entwicklung 
Innovationen leisten wichtige Beitrge, um die globalen Herausforderungen 
zu bewltigen, und sie sind wesentlicher Treiber fr 
das knftige Wachstum von Bayer. 
Im Jahr 2009 wurden 2.746 Millionen Euro fr Forschung und 
Entwicklung aufgewendet. Dies entspricht einer Forschungskostenquote 
von 8,8 Prozent bezogen auf den Umsatz. Eine besondere 
Bedeutung hat die fokussierte Entwicklung von neuen, das 
Kerngeschft strkenden Produkten. Um das angestrebte 
Wachstum zu ermglichen, arbeitet das Unternehmen an einer 
stetigen Erneuerung und Erweiterung des Produktportfolios 
sowie an einer Optimierung der Produktionsprozesse. Die Forschungs- 
und Entwicklungsaktivitten orientieren sich eng an 
den Marktbedrfnissen und unterliegen dementsprechend 
einem 
kontinuierlichen Anpassungsprozess. Die Aktivitten des 
Konzerns werden durch ein internationales Netzwerk von fhrenden 
Hochschulen, ffentlichen Forschungseinrichtungen und 
Partnerfirmen ergnzt. Bayer will durch Bndelung von Knowhow 
neue Geschftsideen zgig in Produkterfolge umsetzen. Die 
gezielte Frderung von Mitarbeitern in den Forschungs- und 
Entwicklungsbereichen ist eine weitere Manahme zur Untersttzung 
dieser Aktivitten. 
Forschung in den drei Teilkonzernen 
Von den gesamten Forschungsaufwendungen des Konzerns 
entfielen 67,3 Prozent auf Bayer HealthCare, 23,8 Prozent auf 
Bayer CropScience und 7,5 Prozent auf Bayer 
MaterialScience.Weitere 
Informationen zu den Forschungsaktivitten der Teilkonzerne 
finden sich in den jeweiligen Kapiteln dieser Broschre. 
Bayer Technology Services 
Bei technologischen Lsungen, insbesondere in den Bereichen der 
Prozesstechnologie, dem Anlagenbau, der Automatisierung und der 
Produktentwicklung, arbeiten alle Bayer-Teilkonzerne weltweit eng 
mit Bayer Technology Services zusammen. Die Servicegesellschaft 
entwickelt z. B. zusammen mit Bayer MaterialScience neue, energie- 
und rohstoffeffiziente Produktionsverfahren und untersttzt 
somit den Teilkonzern, seine Technologie- und Kostenfhrerschaft 
zu sichern. Die zentrale Weiterentwicklung von teilkonzernbergreifenden 
Querschnittstechnologien  wie z. B. der Nano- und Biotechnologie 
oder des Know-hows auf dem Gebiet der mathematischen 
Simulation und der statistischen Datenanalyse  helfen Bayer 
HealthCare und Bayer CropScience, die Entwicklungszeiten fr 
neue Produkte zu verkrzen. Ein weiteres strategisches Kernelement 
ist dabei die internationale Beschaffung von Know-how. 
Es reicht von landesspezifischem Wissen bei der Abwicklung 
von Investitionsprojekten bis zur weltweiten Erschlieung von 
Innovationen. 
Bayer Innovation 
Innovationsthemen, die am Rande der Kernaktivitten der Teilkonzerne 
liegen, werden von der Bayer Innovation erarbeitet, 
bewertet und zu tragfhigen neuen Geschften fr den Bayer- 
Konzern weiterentwickelt. Ein Arbeitsgebiet ist die Herstellung 
von Medikamenten in Pflanzen. Im Jahr 2009 wurde der Antrag 
fr eine klinische Studie eines personalisierten Krebsimpfstoffs 
zur Therapie des Non-Hodgkin-Lymphoms von der amerikanischen 
Zulassungsbehrde fda genehmigt. Im Bereich Medizintechnik 
befindet sich eine innovative Wundauflage aus bioresorbierbaren 
Kieselgelfasern zur Behandlung von chronischen 
Wunden in der klinischen Erprobung. Im Gebiet Landwirtschaft 
sind neuartige Hybridkonzepte basierend auf Polymertechnologien 
und Pflanzenschutzmitteln in der Entwicklung. Das volle 
Potenzial dieser Technologien wird in enger Kooperation mit den 
Teilkonzernen sowie mit externen Partnern evaluiert. 
www.bayer.de > Forschung & Innovation
F t t t Z b A N M E 32 / / B YR amen | ahlen | ak en i ar ei er 33 
Mitarbeiter 
Der Bayer-Konzern beschftigte am 31.12.2009 weltweit 108.400 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 108.600). In Deutschland 
hatte das Unternehmen 36.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
(Vorjahr: 37.400), dies entspricht einem Anteil von 33,9 
Prozent am Gesamtkonzern. Der Personalaufwand erhhte sich 
um 3,8 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. 
Aus- und Weiterbildung 
Ausbildung und Nachwuchsfrderung besitzen angesichts des demografischen 
Wandels und eines vielerorts erwarteten Fachkrftemangels 
fr die Zukunftsfhigkeit des Unternehmens entscheidende 
Bedeutung. Bayer bekrftigt daher sein traditionell groes 
Engagement fr die Berufsausbildung junger Menschen. Allein an 
den deutschen Standorten starteten im Jahr 2009 mehr als 900 Jugendliche 
ihre Ausbildung in einem von ber 20 Berufen; 156 davon 
erhielten in dem Bayer-Starthilfe-Programm die Chance, schulische 
Defizite auszugleichen und einen Einstieg ins Berufsleben zu finden. 
Auch in vielen anderen Lndern bietet der Konzern jungen 
Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung an  in Mexiko beispielsweise 
begannen im Jahr 2009 16, in Argentinien 30 und in 
China 35 Jugendliche bei Bayer eine duale Berufsausbildung. 
Im Jahr 2009 waren die Beschftigten bei Bayer weltweit im Durchschnitt 
41 Jahre alt. Die Mitarbeiter aller Altersgruppen kontinuierlich 
fortzubilden, ist ein zentrales Element innerhalb der Strategie 
des Unternehmens zur Begegnung des demografischen Wandels. 
So wurden im Jahr 2009 allein in Deutschland mehr als 60 Millionen 
Euro investiert, um die beruflichen Fhigkeiten der Mitarbeiter zu 
erweitern und an vernderte Anforderungen anzupassen. 
Beteiligung am Unternehmenserfolg 
Eine weitgehend einheitliche Vergtungssystematik fr alle 
Mitarbeitergruppen und die regelmige Beteiligung der Beschftigten 
am Unternehmenserfolg sind seit Langem feste Bestandteile 
der Bayer-Personalpolitik. Allein im Rahmen des konzernweiten 
Short-Term-Incentive-Programms zahlt das 
Unternehmen fr das Geschftsjahr 2009 ber 460 Millionen 
Euro an variablen Einmalzahlungen an die Beschftigten. Hinzu 
kommen in vielen Lndern und Unternehmensbereichen weitere 
Ausschttungen aus lokalen Bonusprogrammen. 
NeuAusrichtung der Personalfunktion 
Bayer setzte im Jahr 2009 die weltweite Neuausrichtung seiner 
Personalfunktion im Zuge des Projekts Transforming Human 
Resources 
fort. Ziel der Neuorganisation ist es, den Wertbeitrag 
der Personalfunktion zum operativen Geschft zu erhhen sowie 
die Qualitt und Effizienz der konzernweiten Personalprozesse zu 
verbessern. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Transformation 
in Deutschland zu Jahresbeginn fhrten im weiteren Verlauf 
des Jahres 2009 die Landesorganisationen in Spanien, Belgien, 
Mexiko und Brasilien das neue Funktionsmodell ein. 
Mitarbeiter-Kennzahlen 
31.12.2008 31.12.2009 
in FTE in FTE 
Mitarbeiter pro Region 
Europa 55.500 54.500 
Nordamerika 17.000 16.300 
Asien / Pazifik 20.800 21.600 
Lateinamerika / Nahost / Afrika 15.300 16.000 
Mitarbeiter nach Funktion 
Produktion 49.100 47.800 
Vertrieb 38.000 38.900 
Forschung und Entwicklung 12.300 12.400 
Verwaltung 9.200 9.300 
Gesamt 108.600 108.400 
davon Auszubildende 2.900 2.700 
in % 
in % 
Prozentsatz an Frauen im oberen Management 
des Bayer-Konzerns 
4,7 
5,5 
Anzahl der Nationalitten im oberen Management 
des Bayer-Konzerns 
23 
22 
Anteil Vollzeitmitarbeiter mit vertraglich festgelegter 
Arbeitszeit von maximal 48 h / Woche 
100 
100 
Anteil Mitarbeiter mit Krankenversicherung 97 95 
Anteil Mitarbeiter mit Zugangsberechtigung zu 
einer betrieblichen Altersversorgung oder einer 
unternehmensfinanzierten Altersversorgung 
76 
74 
Anteil Mitarbeiter, die durch Kollektivvereinbarungen 
erfasst werden, insbesondere 
hinsichtlich Lhnen und Arbeitsbedingungen 
57 
56 
Die Anzahl der Mitarbeiter (Festanstellungen und befristete Arbeitsverhltnisse) wird in Vollzeitbeschftigte 
(FTE) umgerechnet dargestellt. 
Teilzeitbeschftigte werden dabei gem ihrer vertraglichen Arbeitszeit proportional bercksichtigt. 
(Stand 31.12.2009)
Leistungskennzahlen 
Kategorie Leistungskennzahlen 2008 2009 
Gesundheit 
und 
Sicherheit 
Arbeitsunflle von Bayer-Mitarbeitern 
mit Ausfalltagen (MAQ*-Wert) 
2,2 
2,0 
Berichtspflichtige Arbeitsunflle von 
Bayer-Mitarbeitern (MAQ*-Wert) 
3,6 
3,1 
Umweltereignisse 9 13 
Transportunflle 10 10 
Emissionen 
Direkte Treibhausgas-Emissionen 
(CO2-quivalente in Mio t)** 
5,09 
4,57 
Indirekte Treibhausgas-Emissionen 
(CO2-quivalente in Mio t)** 
3,57 
3,53 
Flchtige organische Verbindungen in 
1.000 t / a 
3,16 
2,59 
Gesamt-Phosphor im Abwasser 
in 1.000 t / a 
0,78 
0,74 
Gesamt-Stickstoff im Abwasser 
in 1.000 t / a 
0,67 
0,64 
Gesamter organisch gebundener 
Kohlenstoff in 1.000 t / a 
1,59 
1,35 
Abflle Erzeugter gefhrlicher Abfall in Mio t / a 0,37 0,38 
Deponierter gefhrlicher Abfall in Mio t / a 0,08 0,09 
Ressourceneinsatz 
Wassereinsatz in Mio m3 / d 1,20 1,11 
Energieeinsatz in Petajoule (1015 Joule) / a 82,79 77,33 
Vorjahreswerte angepasst, d = Tag; a = Jahr 
* MAQ = Millionen-Arbeitsstunden-Quote, d. h. Anzahl der Unflle pro einer Million Arbeitsstunden 
** Nach Greenhouse Gas Protocol 
Bayer-Nachhaltigkeitsprogramm 
Herausforderung 
Globaler Zugang 
zu Gesundheitsversorgung 
Ernhrung fr 
eine wachsende 
Weltbevlkerung 
Klima- und 
Umweltschutz 
Fokus Allianzen fr nachhaltige 
Gesundheitsversorgung 
Mehr hochwertige 
Nahrungsmittel 
Lsungen fr 
Klimaschutz 
und Ressourcennutzung 
Leuchtturm- 
Projekte 
 Familienplanung 
 Vernachlssigte 
K rankheiten 
 Food Chain 
Partnership 
G emse 
 Direktsaat 
von Reis 
 EcoCommercial- 
Building- 
Programm 
 Energieeffizienz 
 Ressourceneffizienz 
F t t t Z A N N E 34 / / B YR amen | ahlen | ak en achhal igkei 35 
Nachhaltigkeit 
Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Werte und 
Fhrungsprinzipien des Bayer-Konzerns. Entsprechend 
unserem Leitbild Science For A Better Life steht dabei das 
Ziel im Vordergrund, wirtschaftliches Wachstum in Einklang zu 
bringen mit kologischer und gesellschaftlicher Verantwortung. 
Dieses Ziel wird durch unsere Selbstverpflichtung zu internationalen 
Nachhaltigkeitsinitiativen wie dem un Global Compact 
und der Responsible Care Global Charter unterstrichen. 
Die Umsetzung erfolgt auf drei Ebenen: Durch unsere Produkte 
und Innovationen, die den Menschen ntzen und zur Verbesserung 
der Lebensqualitt beitragen sollen. Durch unsere Geschftsaktivitten, 
indem wir uns gegenber unseren Stakeholdern 
verantwortungsbewusst verhalten, sowie durch unser 
gesellschaftliches Engagement. 
Nachhaltigkeitsp rogr amm 
Mit unserer Strategie orientieren wir uns an den globalen Megatrends 
und den damit verbundenen Herausforderungen, zu denen 
wir Beitrge leisten knnen: Gesundheitsversorgung, Ernhrungssicherheit 
sowie Ressourceneffizienz und Klimaschutz. An 
diesen Zukunftsthemen wollen wir verstrkt unser Produktportfolio 
und unser Nachhaltigkeitsengagement ausrichten. Daher 
haben wir 2009 unsere Nachhaltigkeitsstrategie neu fokussiert 
und ein Nachhaltigkeitsprogramm mit drei Schwerpunkten erstellt: 
Allianzen fr nachhaltige Gesundheitsversorgung, Partnerschaften 
fr mehr hochwertige Nahrungsmittel und Lsungen 
fr Klimaschutz und Ressourcennutzung. 
Leist ungen und Kennzahlen 
Ein zentrales Element des Bayer-Nachhaltigkeitsmanagements 
ist die Steuerung durch Leistungskennzahlen, die transparent 
und berprfbar Rechenschaft ber Nachhaltigkeitsleistungen, 
aber auch Herausforderungen des Unternehmens ablegen. Im 
Jahr 2009 konnte Bayer bei den meisten Nachhaltigkeitskennzahlen 
den Stand halten oder sich verbessern. Ein Anstieg erfolgte 
bei den Umweltereignissen. Sie werden detailliert analysiert 
und bewertet, um Schritte zur knftigen Vermeidung einzuleiten. 
Im Rahmen unseres Engagements in den Bereichen 
Gesundheitsschutz und Sicherheit haben wir 2009 eine neue Konzernregelung 
zur Transportsicherheit implementiert und die Konzernregelungen 
zur Arbeitssicherheit, Gesundheit am Arbeitsplatz 
sowie Verfahrens- und Anlagensicherheit aktualisiert. Die 
Umsetzung korrespondierender Manahmen erfolgt 2010.
ausgewhlte mitgliedschaften 
global-compact 
Grndungsmitglied der un-Unternehmensinitiative 
fr Nachhaltigkeit 
responsible care global charter 
Erstunterzeichner der weltweiten Charter fr verantwortliches 
Handeln in der chemischen Industrie 
world Business council for Sustainable 
development 
aktive Mitgliedschaft seit 1997 
econsense forum nachhaltige entwicklung der 
deutschen wirtschaft 
Grndungsmitglied der branchenbergreifenden 
Initiative fr Nachhaltige Entwicklung 
unep climate neutral network 
Frderung von Wirtschaftsstrukturen und 
Gesellschaften mit niedrigen CO2 -Emissionen. 
Beitritt 2009 
unep sbci 
Untersttzung von sbci im Rahmen des 
EcoCommercial Building Program 
global reporting initiative 
aktive Untersttzung als Organizational Stakeholder 
ausgewhlte Projekte 
unep 
Die Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der 
Vereinten Nationen (unep) hat mittlerweile exemplarischen 
Charakter fr Kooperationen zwischen Politik 
und Privatwirtschaft, sogenannten Public Private 
Partnerships. Eine der langjhrigen gemeinsamen 
Aktivitten ist das Programm Bayer Young Environmental 
Envoy in Partnership with unep mit 19 Teilnehmerlndern 
aus vier Kontinenten. 
making Science make Sense 
Das Bildungsprogramm Making Science Make 
Sense wurde auch im Jahr 2009 wieder auf ein weiteres 
Land  Brasilien  ausgedehnt. So profi tieren 
mittlerweile Schler in insgesamt zwlf Lndern vom 
freiwilligen Einsatz der Bayer-Mitarbeiter, die in 
Schulen den Sinn und Nutzen der Naturwissenschaften 
in anschaulichen Experimenten demonstrieren. 
tb alliance 
Im Kampf gegen Tuberkulose kooperiert Bayer mit 
der Global Alliance for tb Drug Development, einer 
us-amerikanischen Non-Profi t-Organisation, bei der 
Entwicklung eines Medikaments, das die Behandlungszeit 
reduzieren soll. 
36 / / BaYer namen | zahlen | fakTen nachhalTigkeiT 37 
nachhalTigeS inveSTmenT 
Bayer ist seit Jahren in zahlreichen, wichtigen Nachhaltigkeitsindizes 
und -fonds gelistet, die sich auf Unternehmen mit nachhaltiger 
und verantwortungsbewusster Unternehmenspolitik 
konzentrieren  u. a. im Dow Jones Sustainability Index World, 
in der ftse4Good-Index-Reihe, den Storebrand sri Funds und 
dem aspi (Advanced Sustainable Performance Indices)-Eurozone-
Index. 2009 wurde der Konzern als weltweit bestes Unternehmen 
in den Carbon Disclosure Leadership Index (cdli) 
der Carbon Disclosure Project-Initiative (cdp) aufgenommen. 
Ausschlaggebend fr die gute Bewertung war die fundierte und 
transparente Berichterstattung unseres Unternehmens ber 
seine Klimastrategien und Treibhausgas-Emissionen. 
geSellSchafTliche ver anTworTung 
Gesellschaftliche Verantwortung ist ein integraler Bestandteil 
der Unternehmensphilosophie und Unternehmenspolitik von 
Bayer. Das Unternehmen versteht sich als Teil der Gesellschaft 
und fhlt sich verpfl ichtet, verantwortungsbewusst als Good 
Corporate Citizen zu handeln. Das Corporate Social Responsibility 
(csr)-Engagement von Bayer wird dokumentiert in zahlreichen 
Projekten, die das Unternehmen zum Teil seit Jahren in 
vielen Regionen der Welt organisiert oder untersttzt. Dafr 
stellte der Konzern im Jahr 2009 rund 44 Millionen Euro zur Verfgung. 
Schwerpunkte setzt Bayer in den Bereichen Bildung und 
Forschung, Umwelt und Natur, Soziales und Gesundheit sowie 
Sport und Kultur. Bayer legt traditionell groen Wert auf die Frderung 
von Bildung und Forschung. Als Erfi nder-Unternehmen 
ist der Konzern auf sehr gut ausgebildete Nachwuchskrfte angewiesen. 
Mit insgesamt 151.000 Euro untersttzte die Bayer 
Science & Education Foundation 2009 insgesamt 34 begabte 
und engagierte Studierende im Bereich der Naturwissenschaften 
und der Medizin mit Stipendien bei der Umsetzung besonderer 
Studienvorhaben. Mit insgesamt rund 491.000 Euro nahm die 
Stiftung 51 neue Projekte an Schulen und weiteren Bildungsinstitutionen 
in das Bayer-Schulfrderprogramm auf. In diesem 
Programm werden Bildungsprojekte im Einzugsgebiet der Standorte 
untersttzt, die das Ziel haben, den naturwissenschaftlichtechnischen 
Unterricht innovativer und attraktiver zu gestalten. 
Zustzlich vergab die Stiftung im Rahmen des Bayer-Klimaprogramms 
sieben Schler-Stipendien fr die Teilnahme an einem internationalen 
Nachhaltigkeits-Seminar in Pittsburgh, usa. 
www.nachhaltigkeit.bayer.de www.klima.bayer.de www.csr.bayer.de
F t Z A H N s E 38 / / B YR amen | ahlen | ak en it orie 39 
Historie 
1891 
Das Gelnde in 
Leverkusen wird 
angekauft. 
19. jAHRHUNDER T 
1881 
Am 1. Juli grnden die 
Nachkommen Bayers 
und Weskotts die 
Aktiengesellschaft 
Farbenfabriken vorm. 
Friedr. Bayer & Co. 
1863 
Am 1. August grnden 
der Kaufmann 
Friedrich Bayer und 
der Frbermeister 
Johann Friedrich 
Weskott einen 
Farbstoffbetrieb in 
Barmen (heute ein 
Stadtteil von 
Wuppertal). 
1897 
Dem Bayer-Forscher 
Dr. Felix Hoffmann 
gelingt die Synthese 
des Wirkstoffs von 
Aspirin, Acetylsalicylsure, 
in chemisch 
reiner und haltbarer 
Form. 
1884 
Der Chemiker Carl 
Duisberg beginnt 
seine Arbeit bei Bayer. 
Unter seiner Leitung 
gelingen den 
Wissenschaftlern 
bahnbrechende 
Erfindungen. 
1865 
Die Firmengrnder 
beteiligen sich an 
einer Teerfarbenfabrik 
in den usa und liefern 
Zwischenprodukte 
nach bersee. 
1899 
Aspirin wird als 
Warenzeichen 
eingetragen 
und erobert 
als Schmerzmittel die 
Welt. 
1888 
Der Aufbau einer 
pharmazeutischen 
Abteilung beginnt. 
1876 
Eine Fabrikfiliale wird 
in Moskau erffnet. 
20. jAHRHUNDER T 
1925 
Die Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. 
gehen in der I.G. Farbenindustrie AG auf. 
Leverkusen wird Hauptwerk der Betriebsgemeinschaft 
Niederrhein der I.G. Als das 
bedeutendste Chemieunternehmen Deutschlands 
wird die I.G. Farben auch in die Entwicklung des 
Dritten Reichs verstrickt. Nach dem Zweiten 
Weltkrieg wird die I.G. Farben auf alliierten 
Befehl beschlagnahmt und spter entflochten. 
1912 
Der Firmensitz wird 
nach Leverkusen 
verlegt. 
und erhlt damit endgltig 
seine vollen 
 
nach dem Ersten Weltkrieg 
beschlagnahmten 
Namensrechte 
fr 
alle Produkte und das 
Firmenzeichen 
in den 
usa und Kanada zurck. 
1986 
In Pittsburgh wird die 
Bayer usa Inc. als 
Management- und 
Holdinggesellschaft 
der Bayer-Firmen in 
den usa gegrndet. 
1939 
Dem Bayer-Forscher 
Gerhard Domagk wird 
der Medizinnobelpreis 
fr die Entdeckung der 
antibakteriellen Wirkung 
der Sulfonamide 
(Prontosil) zugesprochen. 
1999 
Anlsslich des 100. Geburtstags 
von Aspirin 
am 6. Mrz wird das 
Bayer-Verwaltungshochhaus 
in Leverkusen 
in die grte Aspirin- 
Schachtel der Welt verwandelt 
 eine Leistung, 
die drei Eintrge ins 
Guinness-Buch der Rekorde 
erhlt. 
1991 
In Leverkusen wird 
das Bayer-Kommunikationszentrum 
(BayKomm) eingeweiht. 
1973 
In diesem Jahr erfolgt 
die Grundsteinlegung 
fr das Bayer-Werk in 
Brunsbttel, sechs 
Jahre spter, 1979, fr 
das Pflanzenschutzzentrum 
(heute Unternehmenszentrale 
von 
Bayer CropScience) in 
Monheim. 
21. jAHRHUNDER T 
2001 
Am 6. Dezember beschliet die Konzernleitung 
die Grndung eigenstndiger Geschftseinheiten, 
die unter dem Dach einer strategischen 
Holding strukturell verbunden bleiben. 
2000 
Mit der bernahme 
des Polyol-Geschfts 
des us-Unternehmens 
Lyondell Chemical 
Company avanciert 
Bayer zum weltgrten 
Hersteller von 
Polyurethan-Rohstoffen. 
1994 
Der erste Betrieb der 
Bayer Bitterfeld GmbH 
nimmt die Produktion 
auf. Im selben Jahr erwirbt 
Bayer das nordamerikanische 
Selbstmedikationsgeschft 
von Sterling Winthrop 
www.bayer.de > Konzern > Unternehmensgeschichte 
...
F t Z A H N s E 40 / / B YR amen | ahlen | ak en it orie 41 
2006 
Im Mrz kndigt Bayer 
ein bernahmeangebot 
fr die Schering 
AG an. Im Juli erlangt 
der Konzern die Kontrolle 
ber 92,4 Prozent 
der rund 191 Millionen 
ausstehenden 
Schering-Aktien. Im 
Dezember wird die 
Schering AG offiziell in 
Bayer Schering 
Pharma AG umbenannt. 
Sitz der Gesellschaft 
ist Berlin. 
21. jAHRHUNDER T 
2004 
Bayer wird im Juni als 
erstes Wirtschaftsunternehmen 
Partner des 
Umweltprogramms 
der Vereinten Nationen 
im Bereich Jugend 
und Umwelt. 
2003 
Im Februar nimmt die 
Weltgesundheitsorganisation 
who den 
Aspirin-Wirkstoff 
Acetylsalicylsure in 
die Liste der unentbehrlichen 
Arzneimittel 
auf. 
2003 
Im Oktober werden im 
Rahmen der Neustrukturierung 
die Teilkonzerne 
Bayer Chemicals 
AG und Bayer HealthCare 
AG sowie die 
Servicegesellschaft 
Bayer Technology Services 
GmbH zu rechtlich 
selbststndigen 
Unternehmen. 
Der Teilkonzern 
Bayer Material- 
Science 
AG und die 
Servicegesellschaften 
Bayer Business Services 
GmbH und Bayer Industry 
Services GmbH & Co. 
OHG (heute Currenta 
GmbH & Co. OHG) 
folgen im Dezember. 
2005 
Im Januar schliet 
Bayer die bernahme 
des Consumer-Health- 
Geschfts von Roche 
ab und steigt damit in 
die Gruppe der drei 
weltweit fhrenden 
Anbieter fr verschreibungsfreie 
Arzneimittel 
auf. 
Bayer-Konzern wird 
am 28. Januar vollzogen. 
Das Unternehmen 
fhrt die Chemieaktivitten 
und Teile des 
Polymergeschfts von 
Bayer weiter. 
2005 
Im Dezember erfolgt 
die us-Zulassung fr 
den gemeinsam von 
Bayer HealthCare und 
Onyx Pharmaceuticals 
Inc. entwickelten Wirkstoff 
Sorafenib (Handelsname 
Nexavar) 
fr die Therapie des 
fortgeschrittenen 
Nierenzellkarzinoms. 
2007 
Der Bayer-Konzern 
verkauft im Januar die 
Division Diagnostika 
von Bayer HealthCare 
fr 4,2 Milliarden Euro 
an die Siemens AG, 
Mnchen. 
2007 
Im Mrz gibt der Konzern 
bekannt, dass die 
BayArena, das Stadion 
des Fuball-Bundesligisten 
Bayer 04 Leverkusen, 
modernisiert, 
ausgebaut und auf eine 
Zuschauerkapazitt von 
ber 30.000 Besuchern 
erweitert wird. 
2009 
Im November setzt 
Bayer mit der Erffnung 
der Kindertagessttte 
in Monheim 
erstmals sein Konzept 
fr Null-Emissionsgebude 
weltweit um. 
2008 
Im Juni 2008 erhlt Bayer 
den bdi-Umweltpreis 
in der Kategorie 
Umweltfreundliche 
Technologien. 
Der Einsatz der 
neuen Sauerstoffverzehrkathode 
spart 
Energie und reduziert 
CO22007 -Emissionen. 
Bayer ist im August 
Gastgeber der internationalen 
Tunza-Jugend-
Umweltkonferenz 
in Leverkusen. 
Der Jugend-Umweltgipfel 
findet erstmals 
in Mitteleuropa statt. 
180 junge Menschen 
aus 85 Lndern diskutieren 
ber globale 
Umweltthemen. 
2007 
100 Jahre Bayer-Kultur: 
Im September findet 
die Erffnung der 100. 
Spielzeit der Bayer- 
Kulturabteilung statt. 
2008 
Im September erfolgt 
das Squeeze-out der 
Minderheitsaktionre 
der Bayer Schering 
Pharma AG. Die Pharma-
Geschfte von 
Bayer und Bayer 
Schering Pharma 
werden zur Jahreswende 
2008/2009 in 
Deutschland zusammengefhrt. 
2008 
Im Oktober wird die 
weltweit grte Anlage 
zur Herstellung 
von mdi in Shanghai in 
Betrieb genommen. 
mdi ist ein wichtiger 
Rohstoff fr Polyurethan-
Hartschaum. 
2008 
Im November vereinbaren 
Bayer und das 
Deutsche Krebsforschungszentrum 
eine 
zunchst auf zwei 
Jahre angelegte strategische 
Forschungsallianz. 
2009 
Bayer CropScience hat 
die Akquisition der 
Athenix Corp., eines 
nicht brsennotierten 
us-Biotech-Unternehmens, 
im November 
abgeschlossen. 
2009 
Im Dezember gewinnt 
das Bayer-Team den 
Deutschen Zukunftspreis 
fr die Entwicklung 
des neuen Blutgerinnungshemmers 
Rivaroxaban (Xarelto). 
2007 
Im November wird das 
integrierte konzernweite 
Bayer Climate Program 
gestartet, mit 
dem das Unternehmen 
u. a. die CO2-Emissionen 
reduziert. 
2004 
100 Jahre Bayer- 
Kreuz: Im Januar feiert 
das weltweit bekannte 
Markenzeichen des 
Bayer-Konzerns 
Geburtstag. 
2002 
Bayer erwirbt im Juni 
Aventis CropScience 
und schliet damit im 
Pflanzenschutz zur 
Weltspitze auf. 
2002 
Im Oktober startet die 
Bayer CropScience AG 
als erster rechtlich 
selbststndiger Teilkonzern. 
2005 
Die Trennung der 
Lanxess AG vom 
2007 
100 Jahre Bayer-Archiv: 
Seit Mrz 1907 ist das 
Archiv das Gedchtnis 
des Unternehmens. 
...
Kommunikationszentrum BayKomm 
Kaiser-Wilhelm-Allee 16, 51373 Leverkusen 
ffnungszeiten ohne Voranmeldung: 
Montag bis Freitag von 12.00 bis 18.00 Uhr, Sonntag von 12.00 bis 17.00 Uhr 
(zustzliche Termine auf Anfrage) 
BayKomm Service Infoline: 
Tel. +49/214/30-50100 
Ansprechpartner 
Bayer AG 
Dr. Katrin Schneider katrin.schneider.ks@bayer-ag.de 
Bayer HealthCare 
Dr. Markus Pickel markus.pickel@bayerhealthcare.com 
Bayer CropScience 
Steffen Kurzawa steffen.kurzawa@bayercropscience.com 
Bayer MaterialScience 
Harald Liedtke harald.liedtke@bayermaterialscience.com 
Bayer Business Services 
Oliver Gnther oliver.guenther@bayerbbs.com 
Bayer Technology Services 
Dr. Arnold Rajathurai arnold.rajathurai@bayertechnology.com 
Currenta 
Jrgen Gemke juergen.gemke@currenta.de 
Wichtige Internet-Adressen 
Homepage www.bayer.de 
BayKomm www.baykomm.bayer.de 
Geschftsbericht www.geschaeftsbericht.bayer.de 
Aktionrsbrief www.aktionaersbrief.bayer.de 
Nachhaltigkeitsbericht www.nb.bayer.de 
Forschungsmagazin research www.research.bayer.de 
Publikationen www.bayer.de/de/publikationen.aspx 
Presse-Informationen www.presse.bayer.de 
Podcast Center www.podcast.bayer.de 
Publikationen bestellen 
E-Mail serviceline@bayer-ag.de 
Post Nutzen Sie die Bestellkarte in dieser Broschre. 
F t Z A D N E 42 / / B YR amen | ahlen | ak en ialog 43 
Dialog 
Fr Bayer hat die Kommunikation einen hohen Stellenwert. Sie 
ist Anliegen und Verpflichtung gleichermaen, denn sie prgt 
das Bild des Unternehmens in der ffentlichkeit. Bayer mchte 
im offenen Dialog auf die Fragen und Probleme der Menschen 
eingehen. Das Unternehmen bemht sich dabei um Glaubwrdigkeit, 
Vertrauen und Akzeptanz. 
Publik ationen und Internet 
Die Bayer AG gibt verschiedene Publikationen fr die breite 
ffentlichkeit sowie zur regelmigen Information von 
Mitarbeitern und Aktionren heraus: 
 Geschftsbericht 
 Aktionrsbrief 
 Nachhaltigkeitsbericht 
 research (Forschungsmagazin) 
 report (Unternehmensmagazin) 
 direkt (Zeitung fr die Mitarbeiter/Nachbarn) 
Einen berblick ber den Konzern und seine globalen Aktivitten 
bietet darber hinaus das Internetportal www.bayer.de, auf 
dem auch ein innovatives Podcast Center mit zahlreichen Audiound 
Videobeitrgen zu finden ist. Weitere Informationen geben 
die Teilkonzerne und Servicegesellschaften auf ihren jeweiligen 
Internetseiten. 
Das BayK omm 
Einen weiteren Schwerpunkt des Informationsangebots bildet 
das 1991 erffnete Bayer-Kommunikationszentrum in Leverkusen, 
kurz BayKomm. Hier knnen Besucher in verschiedenen 
Themenrumen und Veranstaltungen Hintergrnde zu den Aktivitten 
des Unternehmens erfahren und naturwissenschaftliche 
Phnomene kennenlernen  von der Entwicklung neuer Arzneimittel 
ber die Sicherung der Welternhrung bis zu modernen 
Werkstoffen fr den Klimaschutz. Zum Angebot zhlen u. a. Fhrungen 
zu den rund 300 Ausstellungsexponaten, Experimentalvortrge 
sowie Schlerprojekte. 
Im Februar 2010 wurde im BayKomm ein weiteres Schlerlabor 
 Baylab  erffnet. Es ist das vierte Baylab des Konzerns und 
soll Kinder und Jugendliche fr die Welt der Naturwissenschaften 
begeistern. Die jungen Besucher werden dabei fr einen Tag 
selbst zu Forschern.
1 EBITDA : EBIT zuzglich Abschreibungen auf immaterielle Vermgenswerte und Sachanlagen. 
Das EBITDA, das um Sondereinflsse bereinigte EBITDA sowie die bereinigte EBITDA-Marge 
stellen Kennzahlen dar, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht 
definiert sind. Daher sollten sie nur als ergnzende Information angesehen werden. Das Unternehmen 
geht davon aus, dass das bereinigte EBITDA eine geeignetere Kennzahl fr die Beurteilung 
der operativen Geschftsttigkeit darstellt, da es weder durch Abschreibungen auf 
immaterielle Vermgenswerte und Sachanlagen noch durch Sondereinflsse belastet ist. Das 
Unternehmen glaubt, dem Leser mit dieser Kennzahl ein Bild der Ertragslage zu vermitteln, 
das im Zeitablauf vergleichbarer und zutreffender informiert. Die bereinigte EBITDA-Marge 
berechnet sich aus der Division vom bereinigten EBITDA und den Umsatzerlsen. 
2 EBIT gem Gewinn- und Verlustrechnung 
3 Konzernergebnis je Aktie: Berechnung nach IAS 33 (Earnings per Share): 
Division Konzernergebnis durch durchschnittliche Anzahl der Aktien 
4 Brutto-Cashflow: Ergebnis nach Steuern aus fortzufhrendem Geschft zuzglich Ertragsteueraufwand 
zuzglich Finanzergebnis abzglich gezahlter Ertragsteuern zuzglich 
Abschreibungen 
zuzglich bzw. abzglich Vernderungen der Pensionsrckstellungen abzglich 
Gewinne bzw. zuzglich Verluste aus dem Abgang von Anlagevermgen sowie zuzglich 
nicht zahlungswirksamer Effekte aus der Neubewertung bernommener Vermgenswerte. Die 
Position Vernderung der Pensionsrckstellungen umfasst sowohl die Korrektur nicht zahlungswirksamer 
Effekte im operativen Ergebnis als auch Auszahlungen aufgrund unserer Pensionsverpflichtungen. 
5 Netto-Cashflow: entspricht Cashflow aus der betrieblichen Ttigkeit nach IAS 7 
4 4 / / BAYER Namen | Zahlen | Fakten
